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Ein Ort der Begegnung: Hostels sind mehr als nur eine Bleibe für die Nacht

Ein Ort der Begegnung: Hostels sind mehr als nur eine Bleibe für die Nacht
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Hostels und ihr zweifelhafter Ruf

Sie haben in der Tourismusbranche einen schlechten Ruf: die Hostels. Sie gelten als verpönt, als Absteige, als Notlösung für den kleinen Geldbeutel. Sie sind die Unterkünfte der reisenden Mittellosen, der billige Abklatsch vom noblen Hotel. Doch woran liegt das eigentlich? Haben Hostels ihr schlechtes Image wirklich verdient? Sind sie wirklich schlechter als jedes 2-Sterne-Hotel?

Keineswegs. Hostels leiden wie kein anderes Nachtquartier unter übelster und an Rufmord grenzender Nachrede. Sie gelten als die preisgünstige und alternative Unterkunft zum teuren Nobelhotel, die mit Luxus geizt und mit Jugendherbergen-Charme daherkommt. Tatsächlich liegt eine Nacht im Hostel meist im preislich verkraftbaren Sektor, die Rechnung bleibt in der Regel weit hinter der aus dem 4-Sterne-Hotel zurück. Aufgrund der preislichen Differenz werden Hostels somit meist als fragwürdige Absteige stigmatisiert – ein schwerer Fehler. Denn wer schon einmal in einer derartigen Bleibe genächtigt hat, weiß: Hostels geizen nicht mit individuellem Charakter und versprühen meist einen ganz eigenen Charme, mit welchem das herkömmliche

Hotel nicht konkurrieren kann.

Was haben Hostels, das Hotels nicht haben?
Während im Luxuspalast in der Regel Etikette und Spießigkeit groß geschrieben werden, herrscht in den meisten Hostels eine freundliche, lockere, oftmals gar familiäre Atmosphäre. Dies ist nicht zuletzt darin begründet, dass Hostels selten Bestandteil einer anonymen Großkette sind, sondern sich direkt im Besitz des jeweiligen Betreibers befinden, der diese entsprechend liebevoll pflegt und Anmerkungen und Anregungen seiner Gäste direkt entgegennehmen und individuell auf diese eingehen kann.

Doch nicht nur das Personal eines Hostels pflegt keine für Hotels typische professionelle Distanz zum zahlenden Gast, sondern auch die Reisenden selbst stellen meist relativ schnell Kontakt untereinander her. Aufbau und Idee eines Hostels begünstigen dies nicht nur durch die sogenannten Dorms, also Mehrbettzimmer, sondern auch die gemeinschaftliche Nutzung von Küche, Aufenthaltsbereich etc. trägt zu einer harmonischen Atmosphäre bei. Besonders Menschen, die allein reisen, fühlen sich in Hostels meist geborgener, können hier mit anderen Reisenden kommunizieren, Erfahrungen austauschen und möglicherweise sogar gemeinsame Unternehmungen planen.

Hostels sind für jedermann

Alles ganz schön und gut – und wenn man nun doch auf den typischen Hotel-Luxus nicht verzichten möchte? Dann muss man das auch nicht. Denn Hostel ist nicht gleich Hostel. Auch hier kann es exklusiv und exquisit zugehen. Viele Hostels können wahre Luxuspaläste sein und dem besten 5-Sterne-Hotel Konkurrenz machen. Besonders in den größeren Metropolen finden sich derartige Luxus Hostels besonders häufig. Wer das Schlafen in Mehrbettzimmern generell ablehnt, kann hier – wie in jedem Hotel – ein elegant eingerichtetes Einzel- oder Doppelzimmer buchen – natürlich für einen gewissen Aufpreis. Und auch auf jede andere Form von Annehmlichkeiten muss in Luxus Hostels keiner verzichten: klimatisierte Räumlichkeiten, LCD-TV auf dem Zimmer, kostenloses WLAN, eine Luxus-Lounge, die zum Entspannen einlädt, ein marmornes Bad oder der Whirlpool auf der Sonnenterrasse. Generell gilt: Dem Luxus sind in Hostels keine Grenzen gesetzt – zumindest nicht nach oben hin. Wer es exklusiv braucht, wird hier nichts vermissen.

Doch wo sind dann zwischen Luxus Hostels und Luxus-Hotels noch wesentliche Unterschiede zu suchen? Warum verzichten immer mehr Menschen auf den teuren Nobelpalast und mieten sich lieber in einem der besseren Hostels ein? Neben der preislichen Differenz ist es vor allem der Charme, das Individuelle eines Hostels, das in Zeiten der Anonymität die Menschen fasziniert. Hostels sind Orte der Begegnung, der Zwischenmenschlichkeit, hier lernt man sich kennen, begleitet sich vielleicht auf einem Stück des Weges, bleibt danach möglicherweise in Kontakt – oder sieht sich nie wieder. In Hostels treffen meist Menschen aus aller Welt aufeinander, Menschen, die sich in der arroganten Leere eines Hotels einsam fühlen, Menschen, die ihre Geschichten mitbringen und sie mit anderen Hostel-Gästen teilen – und wenn auch nur für einen Abend. Und eben genau das ist es, was eine Nacht in Luxus Hostels außergewöhnlich macht.

Es stimmt also: Hostels sind eine Alternative zum herkömmlichen Hotel – aber eine gute.

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